Arbeitstagung des Handballkreises Mönchengladbach:
Weichen für die Saison2026/2027 gestellt
Quellenangabe: Handballkreis Mönchengladbach e.V. 14.07.2026
Im Vereinsheim des TV 1848 Mönchengladbach fand die Arbeitstagung des Handballkreises Mönchengladbach zur organisatorischen Vorbereitung der kommenden Saison 2026/2027statt. Vertreter aller Vereine des Handballkreises waren der Einladung gefolgt.
Auftakt der Veranstaltung waren die Ehrungen der Meistermannschaften der Saison2025/2026 in den vom Handballkreis organisierten Jugend- und Seniorenklassen. Der Handballkreis gratuliert allen erfolgreichen Teams zu ihren sportlichen Leistungen.
Für die kommende Saison wurden insgesamt 175 Mannschaften gemeldet. Diese verteilen sich auf sechs Ligen der Senioren Männer, vier Ligen der Senioren Frauen, neun Ligen der männlichen Jugend sowie fünf Ligen der weiblichen Jugend. Es bestehen Kooperationen mit den Handballkreisen Krefeld-Grenzland und Aachen-Düren. Offen sind derzeit noch die Mannschaftsmeldungen im Mini-Handball. Darüber vertreten folgende Mannschaften den Handballkreis Mönchengladbach in der Saison 2026/2027 in den überregionalen Spielklassen des Handballverbandes Nordrhein. In der Regionalliga der Männer TV Korschenbroich und Borussia Mönchengladbach. In der Verbandsliga der Männer TV Geistenbeck, Turnerschaft Lürrip sowie TV Korschenbroich II. Bei den Frauen spielen Rheydter TV, ATV Biesel, TV Beckrath und HSV Wegberg in der Oberliga. In der Verbandsliga der Frauen sind ASV Rurtal Hückelhoven, HG Kaarst/Büttgen sowie ATV Biesel II vertreten. Welche Teams der Handballkreis Mönchengladbach in den überregionalen Jugendspielklassen stellt steht derzeit noch nicht fest. Die Qualifikationsrunden sind noch nicht abgeschlossen.
Einen breiten Raum nahm die Vorstellung der neuen Rechtsordnung ein. Dabei wurde deutlich, dass es sich nicht lediglich um eine Überarbeitung, sondern um eine grundlegende Modernisierung des Regelwerks handelt. Ziel der Neuregelung ist es, den Rechtscharakter zu stärken, Verfahren transparenter zu gestalten und den Anforderungen an Compliance und Ethik besser gerecht zu werden.
Zu den wesentlichen Änderungen zählen verschärfte Sanktionsmöglichkeiten, eine Vereinheitlichung des Sperrensystems sowie der Wegfall bisheriger spielbezogener Automatismen. Künftig gelten Sperren zeitbezogen und umfassen sämtliche Mannschaften und Funktionen eines gesperrten Spielers oder Trainers. Damit sollen bisher bestehende Rechtslücken geschlossen werden.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der konsequenteren Bekämpfung von Manipulation und Diskriminierung. Diskriminierende Äußerungen oder verbandschädigendes Verhalten –sowohl im persönlichen Umfeld als auch in sozialen Medien – können künftig mit Sperren von bis zu zwölf Monaten sowie Geldstrafen von bis zu 50.000 Euro geahndet werden. Die Vereine wurden ausdrücklich aufgefordert, verstärkt auf das Verhalten von Spielern, Trainern und Fans zu achten und präventive Maßnahmen zur Sensibilisierung und Prävention umzusetzen.
Erfreuliche Nachrichten gab es auch im Bereich der Vereinsförderung. Die Rolf-Mayer-Stiftung wird den Vereinen auch in der Saison 2026/2027 erneut finanzielle Mittel zur Verfügung stellen. Die Vereine sind eingeladen, kreative Projektideen und Wünsche zur Verwendung der Fördermittel einzureichen.
Vorgestellt wurde außerdem die bundesweite Aktion „UNSERE HANDBALLHELDEN“ des Deutschen Handballbundes. Mit der Initiative werden im Rahmen der Handball-Weltmeisterschaft der Männer 2027 ehrenamtlich engagierte Menschen ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für den Handballsport einsetzen – sei es in der Halle, am Spielfeldrand oder im organisatorischen Hintergrund. Ziel ist es, das vielfältige ehrenamtliche Engagement sichtbar zu machen und zu würdigen. Weitere Informationen unter https://handball-engagiert.de/unsere-handballhelden
Aktuell läuft zudem ein Anwärterlehrgang für neue Schiedsrichter. Kurzentschlossene Interessierte haben weiterhin die Möglichkeit, in den laufenden Lehrgang einzusteigen.
Ein weiteres zentrales Thema war die Einführung der neuen bundesweit einheitlichen Verbandsmanagement-Software Handball360. Bis zum vollständigen produktiven Betrieb sind noch organisatorische und technische Herausforderungen zu bewältigen. Der Handballkreis Mönchengladbach sagte den Vereinen hierbei umfassende Unterstützung zu. Der zuständige Handball360-Administrator Niklas Dorendorf wird die Vereine bedarfsgerecht begleiten und über alle weiteren Umsetzungsschritte informieren.
Mit der Arbeitstagung wurden die organisatorischen Grundlagen für die Saison 2026/2027 geschaffen. Der Handballkreis Mönchengladbach bedankt sich bei allen Vereinsvertreterinnen und Vereinsvertretern für die konstruktive Mitarbeit und freut sich auf eine erfolgreiche neue Spielzeit.
Über den Handballkreis Mönchengladbach
Der Handballkreis Mönchengladbach e. V., kurz HK-MG, ist die zuständige regionale Organisation für den Handballsport in Mönchengladbach und den angrenzenden Städten und Gemeinden Korschenbroich, Kaarst, Grevenbroich sowie des Kreises Heinsberg. Zu seinen Aufgaben gehören die Organisation und Durchführung des Spielbetriebs, die Förderung des Nachwuchs-und Breitensports sowie die Unterstützung und Vertretung seiner Vereine und ihrer Mitglieder. Angeschlossen sind 17 Vereine mit insgesamt ca. 4000 Mitgliedern in ihren Handballabteilungen. Zum Stand Juni 2026 sind 175 Mannschaften im HK-MG aktiv. Der HK-MG ist eine regionale Organisation des Handballverband Nordrhein e.V. und gehört damit mittelbar dem Deutschen Handballbund e.V. an.